Kindheit

Ich liebe die schwäbische Alb, obwohl ich überwiegend im liberalen Freiburg i. Br., also am Rande des Schwarzwald aufgewachsen bin. Ich liebe die schwäbische Alb mindestens genauso wie den Schwarzwald. Geboren wurde ich im badischen Bruchsal. Dort bekam mein Vater eine Stelle bei der Post, während meine Mutter als Hausfrau und strenge Hüterin über mich und meine ältere Schwester wachte.

Mein Elternhaus war immer schon äußerst liberal und weltoffen, jedenfalls wenn es um Außenstehende ging… dazu später mehr. Ich wuchs vorurteilsfrei und mit Berührungspunkten zu Türken, Griechen, Russen und Arabern auf – ein Umstand, von dem ich heute sehr profitiere, denn mein Lebensweg hat mich über mehrere Stationen dahin gebracht, wo ich heute bin. Meine weltoffene Art hat mir Kulturen und fremde Länder gezeigt, viele Türen geöffnet und nicht zuletzt hat es mir beruflich enorm geholfen, arbeite ich doch ständig in interkulturellen und globalen Teams.


Warum Stuttgart?

Ich kandidiere für Stuttgart, weil ich in dieser Stadt leben und sie l(i)ebenswerter machen möchte. Stuttgart hat viel Potenzial aber es ist gleichzeitig auch in einem Dornröschenschlaf. Ich bin kein Prinz, der die Stadt wachküssen muss, sondern ein einfacher Mann aus der Mitte der Gesellschaft, der gerne die Verantwortung für diese Stadt übernehmen und sie nach außen hin repräsentieren will. Stuttgart ist eine tolle Stadt und sie fasziniert mich. Ich möchte den Bewohnern dieser Stadt dienen und ihnen meine Strategien und Ideen für ein besseres Zusammenleben nahe bringen. Stuttgart hat Strahlkraft und Vorbildcharakter für Baden-Württemberg und Deutschland. Es soll ein leuchtendes Beispiel für Integration, Inklusion und Vielfältigkeit sein und bleiben.

Stuttgart ist bodenständig und bescheiden und das aufgrund der tollen Menschen die hier leben. Das verbindet mich mit ihnen. Schon als 19-jähriger habe ich Stuttgart kennen und lieben gelernt und ich war beinahe jedes Wochenende in der „großen Stadt“ – dort wo meine neu gewonnen Freunde lebten. Am meisten hat mir das moderate Großstadt-Flair gefallen. Ich war überwältigt von der Größe und der Schnelligkeit in dieser Stadt welche anfänglich sogar respekteinflössend auf mich gewirkt hat. Ein bisschen hat Stuttgart damals meinen Horizont gesprengt, kam ich doch aus der badischen Provinz. Entschädigt wurde ich dann bei den häufigen Gängen ins Leuze, auf dem Canstatter Wasen oder im SI-Centrum. Tagsüber besuchten wir die Staatsgalerie oder den Rosensteinpark und haben einfach mal „abgeflaggt“ um sich ein wenig bei Kunst und Kultur zu zerstreuen. Die Wilhelma war und ist ein bunter Ort und damit ebenfalls ein tolles Ausflugsziel… die Vielfalt dort diente und dient mir der seelischen Erbauung. Schließlich waren wir auch im Nachtleben aktiv, allerdings weniger um Party zu machen als mehr fleißig Flyer für die angesagten Clubs der Stadt zu verteilen und somit etwas „Sackgeld“ zu verdienen.

Mein Motto lautet:

„Stuttgart L(i)ebenswert – jeder Mensch im Mittelpunkt“

Nürtingen im Kreis Esslingen, dort hat es mich mit 27 beruflich hinverschlagen und hier, im Dunstkreis der großen Schwabenmetropole konnte ich endlich als Zugezogener die schöne Alb und die große Landeshauptstadt noch mehr erkunden. Wie ein Adler der seine Flügel ausbreitet, so befreit habe ich mich damals gefühlt. Es war eine krasse und emotional sehr intensive Zeit, auf der Suche nach mir selbst, dem Abstreifen alter Gewohnheiten und dem Entsagen alter Zwänge.

Nun möchte ich als Außenstehender die Herzen der Stuttgart*innen erobern und die Stadt mit meinen Vorschlägen und Visionen und meiner Strategie über Inklusion und Teilhabe für seine Bewohner liebens- und lebenswerter machen.


Werdegang

Im Alter von 19 erfolgte mein Coming-out als schwuler Mann, und das war nicht leicht im Jahre 1996. Meine Mutter konnte es anfangs nicht akzeptiert und es gab viele verletzende Worte. Das war der Grund, weshalb ich ausgezogen bin… in mitten meiner Prüfungen zum Kaufmann bei der Telekom.

Ich sehe mich, trotz zahlreicher Rückschläge, aber nicht als Opfer meiner eigenen Biographie. Ich bin vielmehr dankbar für das was ich erlebt und erfahren habe, denn es hat mich zu der starken Persönlichkeit gemacht, die ich heute bin.

Beruflicher Werdegang

Beruflich habe ich es mit viel Kraft, Spucke und meinen nebenberuflichen Studiengängen von der Hauptschule zeitweilig bis an die Spitze eines Weltkonzerns gebracht. Dabei kam mir auch zu Pass, dass ich mich als weltoffenen Baden-Württemberger und überzeugten Europäer verstehe. Meine Schulzeit war hart und ich musste viel Ausgrenzung und Anfeindung erleben… dennoch ist dies nun meine Triebfeder, für das Thema Inklusion einzustehen und nach höherem zu streben. 

Berufliche Erfahrung

  • 2019 – heute: Ehrenamtlicher Berater in Fragen der Inklusion | inclusionist | Stuttgart
  • 2018 – 2019: EMEAI Regional Inclusion Leader | Office of Inclusion | Dow Europe | Horgen, Schweiz
  • 2014 – 2018: Assoc. Strategic Sourcing Manager EMEA | Global Purchasing Strategic Sourcing Center | Dow Europe
  • 2011 – 2014: Senior Buyer Packaging EMEA | Corporate Purchasing & Logistic | HUNTSMAN in Basel
  • 2007 – 2010: Purchasing Manager | Global Purchasing | Alcan Singen GmbH  Singen am Hohentwiel
  • 2004 – 2007: Site Buyer | Global Business Service | Alcoa AFL Stribel Production GmbH | Frickenhausen bei Esslingen
  • 2003 – 2004: Einkäufer für Handelswaren | Zentraleinkauf | Knauf Marmorit | Bollschweil bei Freiburg i. Br.
  • 2002 – 2003: Fachberater bei MediaMarkt | Freiburg i. Br.

Wofür ich stehe

«Gleiche Rechte für alle» das ist mein Motto! Ich habe zusammen mit Frauen für mehr Rechte gekämpft, vor allem gegen die Ungleichbehandlung und die Lohndiskriminierung im Arbeitsleben und mich sehr für die Gleichbehandlung von Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung, einer anderen Geschlechtsidentität und für Menschen mit Handicap eingesetzt.

Heute nennt man solch eine Bemühung «Inklusion». Ich selbst habe behinderte, homosexuelle und transsexuelle Familienmitglieder – und darauf bin ich stolz. Ich hatte das Glück als gesunder Mensch unter Familienangehörigen mit körperlicher und geistiger Einschränkung oder psychischen Leiden aufzuwachsen und das hat mich geprägt und mich nicht zuletzt für ihre Anliegen sensibilisiert. 

Menschen aus anderen Kulturen und Menschen mit einem anderen Glauben verdienen bei mir denselben Respekt wie alle anderen auch. Egal aus welchen Gründen sich auch Flüchtlinge ein Leben in unserer Mitte wünschen, ich stehe an ihrer Seite. Ich habe einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und dieser sagt mir, dass Akzeptanz der Schlüssel zu allem ist. In der Vielfalt liegt unsere Stärke, nicht aber in der Spaltung. Spaltung ist unbegründete Schwäche, mit der ich nichts anfangen kann.

Auf dieser Welt ist kein Mensch illegal, deshalb dürfen sich Menschen mit einem anderen ethnischen oder kulturellen Hintergrund bei mir genauso willkommen fühlen. 

Völker vereint – die Menschen!
Völker verbindet – Herz mit Verstand!
Völker verständigt – zwischen den Kulturen!

Vielen Dank für Ihre Zeit und dass Sie mehr über mich erfahren wollen.